Interventionen der ADH

Die ADH ist als Organisation weder gewillt, noch dazu in der Lage, selbstständig gesellschaftliche Kämpfe loszutreten. Nur die Menschen an der Basis können, wenn sie sich organisieren, einen sozialen Kampf beginnen. Beschäftigte können einen Streik beginnen, und eine ausreichend große Vielzahl von Menschen kann eine Bewegung bilden. Diese Macht von unten ist es, die gesellschaftlichen Wandel ermöglicht.

Im Sinne der sozialistischen Theoretikerin Rosa Luxemburg sind wir der Ansicht, dass eine bewusste Organisation wie die ADH ohne solche Bewegungen keine Chance hat, ihre Ziele zu verwirklichen. Unser Ziel besteht in der Unterstützung progressiver gesellschaftlicher Akteure.

Gesundheit und Pflege

Aufgrund der neoliberalen Ökonomisierung von Gesundheit und Pflege herrscht in diesen Bereichen ein chronischer Personalmangel. Pflegekräfte leiden unter unterträglichen Arbeitsbedingungen und PatientInnen können nicht mehr richtig gepflegt werden. Diese Situation ist für die Gesundheit der PflegerInnen ebenso fatal wie für die der PatientInnen.

Seit einiger Zeit setzen sich die Beschäftigten im Gesundheitswesen zur Wehr, etwa durch Streiks. Wir sind in den Unterstützungsbündnissen aktiv, die in ganz NRW entstanden sind.

Fridays for Future

Die Bedrohung durch menschengemachte CO2-Emissionen ist eines der fundamentalsten Probleme unserer Zeit. Die bürgerliche Politik ist nicht dazu in der Lage, vernünftig mit diesem Problem umzugehen und die notwendigen Schritte einzuleiten. Der Druck muss also von der Straße kommen. Fridays for Future kämpft für unsere Zukunft.

Die Bewegung mobilisiert eine große Zahl zuvor unpolitischer Jugendlicher und trägt somit zur Demokratisierung der Gesellschaft bei. Wir müssen sie unterstützen.

Frauenstreik

Das Patriarchat ist ein allgegenwärtiges Faktum. Frauen werden beständig diskriminiert und unterdrückt. Das Geschlechterverhältnis lässt sich nur aufsprengen, wenn sich Frauen in großer Zahl zusammenschließen und gemeinsam für ihre Rechte kämpfen.

Dies geschieht unter Anderem im Kontext der feministischen Mobilisierung im Rahmen des Frauen*Streik. Die ADH nimmt an den Plena des Frauenstreik in Deutschland teil und will die Bewegung unterstützen.

Die 30-Stunden-Woche

Der 8-Stunden-Tag wurde im Zuge der Novemberrevolution 1918/1919 eingeführt. In den 60ern wurde dann die 5-Tage-Woche erkämpft. Seitdem gab es keine weitere Reduktion der Arbeitszeit, obwohl die Produktivität massiv gestiegen ist.

Das muss sich ändern. Die ADH unterstützt den paneuropäischen Kampf für eine 30-Stunden-Woche bzw. 4-Tage-Woche. Diese Maßnahe hat unzählige Vorteile, sowohl für die Einzelnen, die mehr Freizeit gewinnen, als auch für die ArbeiterInnen als Klasse, die mehr Macht erlangen.