Kapitalismus, Automatisierung, Krise

Unter Kapitalismus verstehen wir eine Wirtschaftsform bzw. Produktionsweise, die auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln basiert und in der Güter und Dienstleistungen primär für den Tausch bzw. Verkauf bestimmt sind. Im Kapitalismus sind die Menschen formell frei, ihre Arbeitskraft zu verkaufen oder es zu lassen.

Eigentum, Vertragsfreiheit und Tausch

Der Kapitalismus basiert auf dem Prinzip des Eigentums. Dieses Prinzip ist eine juristische oder gewohnheitsrechtliche Institution, die sich vom Besitz dadurch unterscheidet, dass es nicht nur zur Nutzung berechtigt, sondern auch zur Veräußerung an andere, und zwar unter beliebigen Konditionen. Das Eigentum und die damit verbundene Vertragsfreiheit haben zur Konsequenz, dass jede Transaktion formell betrachtet auf gegenseitigem Einverständnis beruht. Da es sich um von Menschen gemachte Institutionen und Regelwerke handelt, können diese Grundelemente des Kapitalismus nur mit Hilfe einer Instanz hergestellt werden, die über den Marktteilnehmern steht und die Einhaltung der Regeln überwacht, also Diebstahl bestraft, Vertragspartner zwingt, sich an die Konditionen ihres Vertrags zu halten und so fort. Diese Funktion nimmt der Staat ein.

Wenn Eigentum und Vertragsfreiheit durch die staatliche Gewalt garantiert werden, ist die Möglichkeit zu tauschen gegeben. Die übliche Form des Tausches innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft ist die des Verkaufens bzw. Kaufens von Gütern und Dienstleistungen mittels Geld, also einem universellen Tauschmittel. Das Geld ist zur Organisierung des Tausches in einer komplexen Gesellschaft mit unzähligen Waren absolut unverzichtbar.

Produktion und Lohnarbeit

Damit Gebrauchsgegenstände wie Brot, Smartphones oder Küchengeräte überhaupt getauscht werden können, müssen sie erst hergestellt werden. Dazu ist auf der einen Seite menschliche Arbeit notwendig, auf der anderen Seite braucht man aber auch Produktionsmittel wie Rohstoffe, Fabriken, Maschinen oder fruchtbares Land. Die meisten Menschen sind jedoch keine EigentümerInnen von Produktionsmitteln. Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, sind sie dazu gezwungen, auf dem sogenannten „Arbeitsmarkt“ das einzige zu verkaufen, was sie haben: Ihre Arbeitskraft. Sie bilden die ArbeiterInnenklasse. Die Eigentümerinnen der Produktionsmittel, in der marxistischen Terminologie KapitalistInnen und in der Alltagssprache „UnternehmerInnen“ genannt, kaufen diese Arbeitskraft. Gegen einen Lohn produzieren die ArbeiterInnen dann mit Hilfe der Produktionsmittel Waren. Die Höhe der Löhne wird auf dem Markt ausgehandelt, doch wenn es mehr arbeitssuchende Menschen als Arbeitsplätze gibt, sitzen die KapitalistInnen am längeren Hebel. Sie können die Löhne beliebig bestimmen, da es genügend Arbeitslose gibt, die sich auf die gleiche Stelle bewerben. Wenn wir von staatlicher Intervention in Form von Mindestlohn oder Ähnlichem absehen, besteht die einzige Untergrenze des Lohnes in der Summe an Geld, die von der ArbeiterIn benötigt wird, um sich selbst am Leben zu erhalten und arbeitsfähig zu bleiben. Diese Untergrenze nennt Marx Reproduktionskosten der Arbeitskraft. Auch bei der Bestimmung der Länge des Arbeitstages hat die Unternehmerseite die bessere Verhandlungsposition. Die freie Konkurrenz auf dem Markt hat also letztlich zur Folge, dass die arbeitende Bevölkerung für einen minimalen Lohn maximal lange arbeiten muss.

An dieser Stelle sind zwei Einwände möglich. Zunächst könnte die LeserIn darauf hinweisen, dass in vielen Staaten, auch in der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz und Österreich, die Löhne der Arbeiterschaft viel höher sind als nur zur Deckung der Reproduktionskosten der Arbeit erforderlich. Zudem existieren ja (noch) der Achtstundentag oder ähnliche Regelungen. Doch genau das ist der Punkt: Im Zuge des Klassenkampfes konnten die ArbeiterInnen bestimmte Gesetzesänderungen erkämpfen, die ihre wirtschaftliche Situation teilweise verbesserten. Diese Verbesserungen sind also nicht das Ergebnis der Mechanismen des Kapitalismus an sich, sondern Resultat staatlichen bzw. gesellschaftlichen Eingriffs.

Der zweite Einwand lautet wie folgt: Wenn die KapitalistInnen am längeren Hebel sind, dann können sie die Löhne zwar drücken, aber wer sagt, dass alle es tun müssen? Besteht das Problem nicht einfach nur darin, dass die KapitalistInnen zu gierig sind? Würden die Löhne nicht höher und die Arbeitszeiten kürzer ausfallen, wenn die EigentümerInnen der Produktionsmittel einfach nur bessere Menschen wären? Im Folgenden soll dargestellt werden, warum diese Sichtweise die Tatsachen verkennt.

Kapital und Konkurrenz

Geld wird zu Kapital, wenn es auf eine Weise verwendet wird, die zu seiner Vermehrung führt. In der Sphäre der Produktion ist dazu zunächst der Kauf von Produktionsmitteln und Arbeitskraft notwendig. Mit Hilfe dieser beiden Faktoren sollen dann, wie oben dargestellt, Waren produziert werden, die gewinnbringend verkauft werden können. Doch woher kommt dieser Gewinn?

Karl Marx trennt das verwertete Kapital in drei Teile auf: Das konstante Kapital (c), das für Produktionsmittel eingesetzt wird, das variable Kapital (v), in dem sich die Löhne ausdrücken, und der Mehrwert (m), der den Gewinn darstellt. Zieht man also vom Gesamtkapital (C) das variable Kapital und das konstante Kapital ab, so erhält man den Mehrwert: C = c + v + m.

Ein Beispiel: Sagen wir, ein Paar Schuhe würde 30 Euro kosten. Nehmen wir außerdem an, dass die Maschine, die zur industriellen Herstellung der Schuhe notwendig ist, 1000 Euro kostet und mit ihr im Durchschnitt 100 Paar Schuhe hergestellt werden können, bis sie ausgetauscht werden muss. Die Kosten für diese Maschine müssen also pro Schuhpaar mit 10 Euro veranschlagt werden. Das verwendete Material sei 5 Euro wert, damit beträgt das kostante Kapital (Kosten der Produktionsmittel) 15 Euro. In einer Stunde kann eine ArbeiterIn mit dieser Maschine ein Paar Schuhe herstellen, der Stundenlohn beträgt 5 Euro. Ziehen wir nun kostantes (15 Euro) und variables (5 Euro) Kapital vom Preis (30 Euro) ab, kommen am Ende 10 Euro Mehrwert heraus. Aufgrund der Eigentumsverhältnisse fällt dieser der KapitalistIn zu.

Der Mehrwert kann auf zwei Arten verwendet werden: Er kann entweder durch die KapitalistIn für luxuriöse Vergnügen verprasst werden, oder aber in den wirtschaftlichen Prozess reinvestiert werden. Im Folgenden soll dargelegt werden, dass das Überleben von Unternehmen bzw. Kapitalen mittel- bis langfristig betrachtet von der Größe der Profite abhängig ist, die reinvestiert werden können. Die Zwang zur Profitmaximierung ergibt sich aus dieser Notwendigkeit der Investitionen. Sie ist ein Grund dafür, dass KapitalistInnen ihren Angestellten nicht einfach bessere Löhne auszahlen können.

Wir können, vereinfacht gesprochen, zwei Arten von Investitionen voneinander unterscheiden: Erweiterungsinvestitionen zeichnen sich dadurch aus, dass ein Unternehmen etwa neue Fabriken baut und mehr ArbeiterInnen einstellt, sodass auch die Summe des Profites steigt. Der relative Anteil des Mehrwertes im Vergleich zur Auslage (Profitrate = m / (c + v)) bleibt in diesem Fall zwar gleich, die Summe der Einnahmen steigt also direkt proportional zu dem aufgewendeten Kapital, aber insgesamt kann auf diese Weise mehr Kapital verwertet und damit mehr Profit gemacht werden. Solchen Erweiterungsinvestitionen sind aber Grenzen gesetzt:

Auf der einen Seite entstehen neue Arbeitsplätze, die Nachfrage nach Arbeitskraft steigt also. Dies führt zu höheren Löhnen und damit zu niedrigeren Profiten. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage begrenzt, so dass die produzierten Waren irgendwann nicht mehr verkauft werden können.

Hier kommt eine andere Art von Investition, die Produktivitätssteigerung, ins Spiel. Die technische Entwicklung der Produtivkräfte sorgt dafür, dass immer neue, bessere Maschinen und Verfahren entwickelt werden, die es ermöglichen, die gleiche Warenmenge in immer kürzerer Zeit herzustellen. Diesen Prozess nennt man Automatisierung. Gehen wir zu unserem obigen Beispiel zurück, aber unter der Annahme, dass eine neue Maschine entwickelt und eingeführt wurde, die es den ArbeiterInnen erlaubt, Schuhe doppelt so schnell herzustellen. Der Einfachheit halber nehmen wir an, dass diese Maschine genauso teuer ist wie ihre Vorgängerin. Die Kosten für Maschine (10 Euro) und Material (5 Euro) bleiben also pro Schuhpaar gleich, aber das variable Kapital sinkt, denn wenn der Stundenlohn wie zuvor 5 Euro beträgt, nun aber 2 Paar Schuhe in einer Stunde hergestellt werden können, dann werden nur 2,5 Euro Kosten auf das Paar Schuhe übertragen. Der Profit beträgt nun 12,5 Euro und ist damit gestiegen. Diejenigen Unternehmen, die derartige Investitionen als erstes tätigen, streichen einen Extraprofit ein, in unserem Beispiel die 2,5 Euro pro Schuhpaar. Sobald sich aber die neue Technik weit genug verbreitet hat, sinkt der Preis der hergestellten Ware. Wer dann noch mit den alten Maschinen produziert, generiert weniger Mehrwert als vorher. Dies bedeutet, dass weniger Kapital für Investitionen und Preiskämpfe zur Verfügung steht. Der Teufelskreis verschärft sich, bis die Produktionskosten höher sind als der Marktpreis der hergestellten Ware.

Am Ende sind also alle Unternehmen dazu gezwungen, die jeweils neuen Maschinen zu kaufen. Sonst können sie ihre Produkte nicht gewinnbringend absetzen und gehen pleite. Weil die Kapitalisten für den Kauf neuer, besserer Maschinen Geld brauchen, sind sie auf die äußerste Steigerung des Mehrwertes notwendigerweise angewiesen. Sie können gar nicht anders, als nach maximalem Profit zu streben.

Wie wir gesehen haben, ist also nicht die Gier der EigentümerInnen das Hauptproblem, sondern der Zwang zu neuen Investitionen. Deshalb ist eine personenbezogen-moralisierende Kapitalismuskritik wenig sinnvoll – das Problem besteht in der Funktionsweise der Strukturen, unabhängig vom Charakter der Handelnden. Obwohl die kapitalistische Klasse natürlich im Gegensatz zur Arbeiterschaft materiell massiv vom kapitalistischen System profitiert, sind ihre Mitglieder in ihren Entscheidungen nicht frei, sondern fremdbestimmt: Und zwar durch die Logik der Konkurrenz unter den Bedingungen von Markt und Eigentum. Damit soll aber nicht gesagt sein, dass gar keine Handlungsspielräume bestehen; diese sind einfach nur sehr gering.

Wir haben gezeigt, dass der Kapitalismus systematisch und notwendig dazu führt, dass die Löhne niedrig und die Arbeitszeiten lang sind. Das bedeutet, dass weltweit viele Menschen nicht einmal die einfachsten Grundbedürfnisse befriedigen können und/oder bis zur Erschöpfung arbeiten müssen. Diese Zustände sind, wie wir gesehen haben, nicht das Resultat technischer Unterentwicklung, sondern der gesellschaftlichen Verhältnisse – des Eigentums.

Fortschritt und Ineffizenz

Gleichzeitig hat der Kapitalismus die technologische Entwicklung massiv beschleunigt. Gerade die Konkurrenz der Einzelkapitale und der damit verbundene Kampf um Extraprofite dienten als Motor der Beschleunigung und des Fortschritts. Doch wir können feststellen, dass der Kapitalismus heutzutage abgewirtschaftet hat: Er ist kein Vehikel des Fortschritts mehr, sondern eine Bremse.

Die kapitalistische Produktionsweise hat nicht nur zur Erfindung effizienterer Herstellungsverfahren und neuer Produkte geführt, sondern auch bessere Möglichkeiten der Vernetzung und Kommunikation geschaffen. Während technischer Fortschitt im frühen 19. Jahrhundert nur durch dezentrale kapitalistische Konkurrenz möglich war, sieht die Lage heute anders aus: Forschung ist heute deutlich ressourcenaufwändiger und gleichzeitig um ein vielfaches einfacher zu koordinieren. Es sind primär nicht mehr einzelne ErfinderInnen, die ihre Ideen aus eigenem Gewinnstreben an Privatunternehmen verkaufen, sondern bezahlte Forschungsteams milliardenschwerer Großunternehmen, die momentan den technischen Fortschritt vorantreiben. Angestellte WissenschaftlerInnen und EntwicklerInnen könnte man aber auch außerhalb einer auf Eigentum beruhenden Gesellschaft unterhalten. Heute wird durch das Patentrecht und das „geistige Eigentum“ nichts anderes als Ineffizienz verursacht: Wenn etwa Apple das beste Lüftungsverfahren für Laptops erfindet, andere Hersteller dieses Verfahren aber nicht verwenden dürfen, dann kann man dies kaum vernünftig nennen. In der Chemie werden gar unter großem Aufwand von Ressourcen und Arbeitszeit komplexere Verfahren zur Produktion der gleichen Endprodukte entwickelt, nur um Patente umgehen zu können.

Es gibt unzählige weitere Quellen der totalen Ineffizenz im Kapitalismus. Ein Beispiel ist die „geplante Obsoleszenz“: Kopfhörer zum Beispiel werden so konstruiert, dass sie nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren, um die KundInnen dazu zu bewegen, sie neu zu kaufen. Mit der Werbeindustrie existiert eine Branche, die nichts zum gesellschaftlichen Wohlstand beiträgt, für die im existierenden Wirtschaftssystem aber massenhaft Material und Arbeit verschwendet werden. Es ergibt auch keinen Sinn, dass beliebig reproduzierbare Güter wie mp3-Dateien, Filme oder Computerspiele nicht allen Menschen zur Verfügung stehen, also künstlich verknappt werden.

Krise und Überflussbevölkerung

Der Kapitalismus ist nicht nur ein inhumanes und ineffizentes System, er erschafft auch die Bedingungen seines eigenen Untergangs. Der sogenannte prozessierende Widerspruch der Produktionsweise, der immer wieder zu schrecklichen Wirtschaftskrisen führt, wird im Folgenden erläutert.

Da die KapitalistInnen, wie wir gesehen haben, dazu gezwungen sind immer effizientere Maschinen einzusetzen, nimmt der Anteil des konstanten Kapitals im Vergleich zum variablen Kapital (dieses Verhältnis nennt Marx organische Zusammensetzung des Kapitals) zu: Wenn durch den Einsatz neuer Maschinen mehr Produkte in kürzerer Zeit produziert werden können, dann werden zur Herstellung der gleichen Anzahl von Waren weniger Arbeiterinnen gebraucht. Der Anteil der Löhne an der Produktion sinkt, Arbeitsplätze fallen weg und Menschen verlieren ihren Lebensunterhalt. Dann sinkt die Gesamtnachfrage nach Konsumgütern und die Unternehmen können nicht mehr verkaufen, was sie hergestellt haben. Firmen gehen insolvent, die Krise gewinnt eine fatale Eigendynamik.

Für die Krise spielt der Bankensektor eine große Rolle. Das Finanzwesen ist aber nicht der Auslöser der Krise, es reagiert nur auf die oben dargestellten Probleme der realen Wirtschaft im Kapitalismus: Geld, das in der Produktion nicht mehr gewinnbringend angelegt werden kann, wandert in den Bankensektor ab, wo es fiktionale Gewinne (fiktives Kapital) erzeugt und damit die Illusion einer funktionierenden Verwertung aufrecht erhält. Außerdem wird durch Kredite künstliche Nachfrage „auf Pump“ erschaffen. Beides kann den wirtschaftlichen Zusammenbruch kurzfristig aufhalten, doch wie sich wieder einmal in der Krise von 2007/2008 gezeigt hat, platzt die Blase immer irgendwann.

Eine große Zahl von Wissenschaftlern ist der Ansicht, dass in nur 20 Jahren 40-60% der Arbeitsplätze durch Automatisierung wegfallen werden. Roboter und fortgeschrittene Computerprogramme können nicht nur schlecht bezahlte Berufe ersetzen, auch viele Berufe in Verwaltung und Technik werden durch die Automatisierung massiv betroffen sein. Wir müssen von einer deutlichen Verschärfung der Krisendynamik ausgehen. Wenn sich der Kapitalismus nicht abschaffen lässt, wird ein großer Teil der Menschen keine Möglichkeit mehr besitzen, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Der Kapitalismus bringt also eine Überflussbevölkerung hervor, die wirtschaftlich nicht mehr verwertbar ist.

Positionierung

Wir haben gesehen, dass das auf dem Eigentumsrecht basierende kapitalistische System die Ursache für eine Vielzahl von sozialen Problemen darstellt: Armut, lange Arbeitszeiten, Arbeitslosigkeit. Außerdem erzeugt die Produktionsweise diverse Ineffizienzen und eine Krisentendenz, die eine Destabilisierung des gesamten Wirtschaftslebens herbeiführt und eine arbeitslose Überflussbevölkerung hervorbringt. Kapitalismus führt somit zwangsläufig zur Produktion von Elend.

Dem Reformismus, also dem Versuch, Verbesserungen der Situation innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftsform durchzusetzen, sind enge Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund streben wir die Abschaffung des Kapitalismus an. Dazu müssen die Produktionsmittel aus dem Privateigentum in die öffentliche Hand überführt werden. Zudem ist das Eigentumsrecht selbst, die Quelle der kapitalistischen Wirtschaftsform, abzuschaffen und in Konsequenz der Tausch zu verbieten. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir den privaten Besitz abschaffen wollen. Die eigene Zahnbürste und andere private Gegenstände werden also keinesfalls enteignet.

Mit der Frage, wie eine funktionale wirtschaftliche Alternative zum Kapitalismus praktisch aussehen könnte, werden wir uns an anderer Stelle beschäftigen.